Die Unfähigkeit zu trauern - Grundlagen kollektiven Verhaltens

von Margarete und Alexander Mitscherlich

 „Es wäre ein Gewinn, wenn das Interesse an dem Thema auch Leser, die sich bisher mit Psychoanalyse überhaupt nicht beschäftigt haben, dazu führen würde, einen ersten Schritt in diese in Deutschland lange Zeit unterdrückte Gedanken- und Erkenntniswelt zu machen. Wer die Jahre vor 1933 noch einigermaßen bewusst, wenn auch jugendlich miterlebt hat, kann heutzutage nur staunen, wie ahnungslos die Generation der jetzt 40-Jährigen diesem ganzen Komplex gegenübersteht. Worte wie ›Minderwertigkeitsgefühl‹ oder ›Unbewusstes‹ mögen sich zwar in unserer Sprache eingebürgert haben, doch zum Beispiel ein Begriff wie ›Übertragung‹ begegnet vollkommenem Unverständnis.“ Margret Boveri

Alexander Mitscherlich, 1908–1982. Studium der Medizin unter anderem in München, Zürich und Heidelberg, 1941 Promotion. 1946 Privatdozent für Neurologie an der Universität Heidelberg. 1959–1976 Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt. Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 1969.
Margarete Mitscherlich-Nielsen, 1917–2012, in Graasten/Dänemark geboren, Ärztin und Psychoanalytikerin, wissenschaftliches Mitglied des Siegmund-Freud-Instituts und verschiedener internationaler Arbeitskreise.
*Text - und Bildquelle: www.piper.de